Botschaft des Erzbischofs von Izmir

San Policarpo logo

Erzbistum İzmir

 

Izmir, 5. August 2021


Liebe Brüder und Schwestern der Kirche von Izmir,


in den letzten tagen gab es sehr traurige Nachrichten über die Brände, die die Türkei treffen. Unter den vom Feuer getroffenen Orten finden sich eine große Zahl auf dem Territorium unserer Erzdiözese. Wie Sie wissen, haben einige Menschen in den Feuern das Leben verloren. Die Feuer verursachen weiterhin schwere Schäden an der natürlichen Umwelt, den Wirtschaftsstrukturen und dem täglichen Leben der Menschen in den betroffenen Gebieten.

Ich bin überzeugt, dass unsere christliche Gemeinschaft nicht gleichgültig bleiben kann angesichts des Leidens der Menschen in diesem Land, das wir lieben und in dem wir leben dürfen. Wir sind berufen, ein Zeichen für die Gegenwart Jesu Christi zu sein, der immer den menschenfreundlichen Gott geoffenbart hat, der voller Mitgefühl für die Leidenden ist.


Ich lade Sie in diesem Moment ein, den Herrn eindringlich zu bitten, dass er den im Feuer ums Leben Gekommenen die Türen des Himmels öffnen, den Leidenden beistehen und die Arbeit der Retter und derjenigen, die konkrete Entscheidungen zur Behebung der Brandschäden zu treffen haben, unterstützen und erleuchten möge.


Ich schlage vor, dass sich unsere gesamte Diözesangemeinschaft täglich um 18:00 Uhr versammelt, so wie es jeder und jeder einrichten kann. Dem Beispiel der ersten Christen folgend, wollen wir erneut unser einmütiges und unaufhörliches Gebet an den Herrn richten.


Ich fordere alle auf, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, ein konkretes Zeichen der Solidarität mit den durch die Brände in Not Geratenen zu setzen. Wir können das auf vielerlei Weise tun, auch durch irgendeinen großen oder kleinen Verzicht im Laufe unseres täglichen Lebens. Der Herr, der nicht einmal ein Glas Wasser vergisst, das in seinem Namen geopfert wurde, wird dieses gute Werk sehr schätzen.


Brüderlich grüße ich Sie alle und bitte auf die Fürsprache der Gottesmutter um den Segen des Herrn und den Trost des Heiligen Geistes.



+ Martin Kmetec