Viva il Papa

Ein Begrüßungsruf am 29.11.2014 in Istanbul, dem wir aus ganzem Herzen zustimmen konnten.

Dank frühzeitiger Information über den Papstbesuch war es uns vergönnt, Karten für die Papstmesse in der Kathedrale St. Esprit zu erhalten, so dass wir aus Alanya nach Istanbul reisten. Über den Papstbesuch wurde dort schon Tage vorher im TV informiert, nach Eintreffen noch viel ausführlicher.

So umfangreich, dass uns am 29.11. mittags ein Taxifahrer trotz Zeigens im Stadtplan nicht wie gewünscht, zur Kirche St. Antoine fuhr, sondern zur Kathedrale St. Esprit, die weiträumig abgesperrt war von angeblich vielen Sicherheitskräften. Jedenfalls waren wir – anders als geplant – dank unseres Taxifahrers frühzeitig am Ort des Geschehens.

Die Messe in St. Esprit sollte um 16.00 beginnen, Einlass war um 13.30. So hieß es in der bis zum letzten Platz gefüllten Kirche Warten...Warten. Aber das Warten hat sich gelohnt.

Um 15.30 kündigten laute Viva il Papa Rufe den Einzug von Papst Franziskus an. Als er die Kirche betrat, stiegen die Menschen auf die Stühle, so dass man in den hinteren Reihen nur über die Bildschirme gelegentlich den Papst sehen konnte, wie er freundlich grüßte und Hände schüttelte.

Der Gottesdienst begann mit Chorgesang. Immer wieder wurde er durch Gesang in vielen Sprachen gestaltet und begleitet, z.B. Armenisch, Türkisch, Englisch. Es waren aber Hefte von ca. 30 Seiten verteilt worden, in denen man den wörtlichen Ablauf nachlesen konnte.

Die Messe wurde von Papst Franziskus zelebriert, der durch sein freundliches Wesen und sein bescheidenes Auftreten sehr beeindruckte. Glücklicherweise verhielten sich in diesen Momenten die sonst zeitweilig sehr lauten Besucher ruhig, so dass man das Geschehen in sich aufnehmen konnte, ergreifende Augenblicke voller Andacht. Harmonisch auch das Zusammenwirken von Papst und Patriarch, beide erteilten gemeinsam den Segen zum Schluss der Messe.

Anhaltende, laute "Viva il Papa" Rufe begleiteten dann Auszug und die Abfahrt des Papstes.

Papst Franziskus erlebt zu haben, ist unvergesslich. Es ist zu hoffen, dass es ihm - und damit auch uns - vergönnt Ist, noch manches zu bewegen und zu erreichen.

Ganz viele Grüße und noch einmal vielen Dank

von Christa und Heino