Berichte 2015

Baumschnitt im Kirchgarten

 
Rechtzeitig vor dem Osterfest wurden am 13. März Bäume und Sträucher im Kirchgarten geschnitten.
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Viele Hände sorgten für schnelle Arbeit. Zwölf Helfer der Gemeinde, dazu ein französisches
Ehepaar, welches auf seiner Fußpilgerreise nach Jerusalem Station in unserer Gemeinde
machte, legten mit Hand an. baumschnitt02kUnter der fachlichen Anleitung von Harald waren auch üppig wuchernde Ranken kein Problem.
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Es war ein Sägen, Schneiden, Harken, Rupfen, Fegen und Bündeln. Für den Schnitt der besonders
hoch gewachsenen Pflanzen stellte die Belediye eine große Leiter zur Verfügung. Nach getaner Arbeit
holten Dienste der Stadtverwaltung auch den Baumschnitt ab.
baumschnitt03kZum leiblichen Wohl der freiwilligen Helfer servierte Hèlène einen köstlichen Imbiss.
Übrigens hatten wir unglaubliches Glück mit dem Wetter. Konnte die Arbeit noch bei schönstem
Frühlingswetter erledigt werden, kam schon am Abend ein heftiger Regen auf, der bis zum
darauffolgenden Nachmittag anhalten sollte.

Wien von A bis Z - „Alternativ“ bis „zauberhaft“

 
Vortrag von Barbara Schellenberg am Rosenmontag, 16.02.2015, im Gemeindezentrum
 

wien01kEs war ein Vortrag über Wien ganz besonderer Art, der die Zuhörer mit interessanten
Seiten der Österreichischen Metropole und ihren Kuriositäten bekannt machte.

Man konnte Wien erleben, wie es kein Tourist je kann, es wurden Dinge vorgestellt, die sich kein
Tourist je zu fragen traut.
 
Oder wussten Sie, dass Wien die einzige Stadt der Welt ist mit innerstädtischem Weinanbau...
Und dass es die Stadt mit dem größten Grunflächenanteil ist....?
Und dass in Wien die Inflation an Hand der Lösegeldforderungen der Entführungen gemessen werden kann....?
Und dass in Wien bereits 1903 das erste fast food Restaurant eröffnet hat (Trzeschnievski)......?
Und dass in Wien bereits 1925 die 1. Kartoffelchips hergestellt wurden...?
Oder dass man Gedichte von den Bäumen und Straßenlaternen pflücken kann......?
Dass die erste Zahnpasta in Tuben in Wien hergestellt wurde, ist dann fast schon selbstverständlich.
Ach ja, und „Bambi“ wurde auch von einem Wiener geschrieben, derselbe, der später durch einen sehr
erotischen Roman, „Die Mutzenbacherin“, berühmt wurde.......
Und wie man einen "weana schmäh" führt?...
Und es ging um architektonische Besonderheiten, z.B. dass die Staatsoper
wie ein gedrungener Schuhkarton wirkt, weil die anliegende Ringstraße höher
aufgeschüttet wurde, als es die Architekten der Oper im Sinn hatten.
 

wien02kFrau Schellenberg sprach auch über die Architektur der Sozialbauten Wiens,
über vererbliche Pacht von Schrebergartenhäuschen, in denen Übernachtung verboten ist.

Nicht zuletzt erklärte die Vortragende augenfällige Unterschiede von Sarkophagen der
Kaiserlichen Familie und erinnerte an Neuerungen der Wiener Bestattungspraxis und
Friedhofskultur durch Kaiser Joseph II.

 

wien03kUnd wie kam es zum schiefen Kreuz auf der Krone Stefans von Ungarn?

Frau Schellenberg verstand es, die Aufmerksamkeit der Zuhörer mit immer neuen Kuriositäten zu fesseln.
Zur Auflockerung wurden mehrere Wiener Chansons zu Gehör gebracht, natürlich im
dunkelsten Wiener Dialekt. Um den Zuhörern eine Chance zu geben, die Chansontexte
auch zu verstehen, hatte die Referentin für jeden Teilnehmer Textblätter mit einer
verständlichen deutschen Übersetzung vorbereitet, wobei manche, leicht gerührt, schon
meinten, sie seien bei einer Weihnachtsfeier und müssten die Lieder mitsingen.

 

wien04kAll das und noch viel mehr Spritziges, Interessantes und Lustiges konnten die
Zuhörer von unserer Pianistin erfahren an einem unvergesslichen kurzweiligen Nachmittag.

Es war ein Rosenmontag ganz besonderer Art.
Ach ja, und eine selbst gemachte Sachertorte brachte sie auch noch mit,
die natürlich überirdisch gut war.

Besuch der beiden Schwestern Sybilla und Serena in Konya

 
Am 18. März fuhren wir bei schönstem Frühlingswetter von Antalya ins winterlich nasse Konya.
Es war ratsam, warme Winterkleidung mitzunehmen.
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Die beiden italienischen Schwestern Isabella und Serena kümmern sich seit fast dreißig Jahren
um die einzige Kirche in Konya. Sie laden die wenigen Christen dort zu Gebeten und Andachten
ein und freuen sich, wenn ein Priester kommt, um mit ihnen die heilige Messe zu feiern.
  konya01kWillkommen und Abendessen im kleinen Schwesternhaus neben der Kirche.
 
 
konya04kDie Kirche wurde im Jahr 1910 von Franzosen für französische Bahnarbeiter in Konya gebaut.
 
 
konya05kJussuf hatte am Donnerstag Namenstag.
 
 
konya07kJusuf und sein Bruder Fati waren Messdiener bei der Eucharistiefeier am Fest des heiligen Josef.
 
konya08kAm Ende der Messe werden Olivenzweige für den Palmsonntag gesegnet.
 
 
konya06kDie Schwestern öffnen die Kirche für Einzelbesucher und Schulklassen aus Konya,
die mit ihren Religionslehrern kommen, um die einzige christliche Kirche der Region zu
besichtigen. Sie erhalten von den Schwestern Informationen und Antworten auf ihre Fragen.
Zahlreiche Einzeltouristen, Gruppen und Pilger besuchen die Kirche und erfahren bei den
Schwestern ein herzliches Willkommen.
 
 
konya03kAuf Veranlassung der Schwestern wurde die Kirche in den vergangenen Jahren in mehreren
Bauabschnitten vollständig restauriert. Die Finanzierung der bedeutsamen Maßnahme erfolgte
ohne einen Kurusch aus öffentlichen oder kirchlichen Mitteln.
 
 
konya09kDie Schwestern leben in Konya, um der Türkei zu danken. Denn es waren drei Christen aus dem
Raum Konya, die im 3. Jahrhundert das Evangelium und den christlichen Glauben in die Heimat
der Schwestern, nach Turin, gebracht hatten und dort den Märtyrertod erlitten. Die Schwestern
nun danken dem Land, aus dem diese ersten Glaubenszeugen stammten. Sie danken der Türkei.
In ihrem kleinen Oratorium befindet sich vorne rechts auf einer Stele ein kreuzförmiges Reliquiar
mit Reliquien der drei aus Kapadozien stammenden Glaubenszeugen von Turin. Die Reliquie
ist ein Geschenk des Bischofs von Turin an die Schwestern.