Wien von A bis Z - „Alternativ“ bis „zauberhaft“

 
Vortrag von Barbara Schellenberg am Rosenmontag, 16.02.2015, im Gemeindezentrum
 

wien01kEs war ein Vortrag über Wien ganz besonderer Art, der die Zuhörer mit interessanten
Seiten der Österreichischen Metropole und ihren Kuriositäten bekannt machte.

Man konnte Wien erleben, wie es kein Tourist je kann, es wurden Dinge vorgestellt, die sich kein
Tourist je zu fragen traut.
 
Oder wussten Sie, dass Wien die einzige Stadt der Welt ist mit innerstädtischem Weinanbau...
Und dass es die Stadt mit dem größten Grunflächenanteil ist....?
Und dass in Wien die Inflation an Hand der Lösegeldforderungen der Entführungen gemessen werden kann....?
Und dass in Wien bereits 1903 das erste fast food Restaurant eröffnet hat (Trzeschnievski)......?
Und dass in Wien bereits 1925 die 1. Kartoffelchips hergestellt wurden...?
Oder dass man Gedichte von den Bäumen und Straßenlaternen pflücken kann......?
Dass die erste Zahnpasta in Tuben in Wien hergestellt wurde, ist dann fast schon selbstverständlich.
Ach ja, und „Bambi“ wurde auch von einem Wiener geschrieben, derselbe, der später durch einen sehr
erotischen Roman, „Die Mutzenbacherin“, berühmt wurde.......
Und wie man einen "weana schmäh" führt?...
Und es ging um architektonische Besonderheiten, z.B. dass die Staatsoper
wie ein gedrungener Schuhkarton wirkt, weil die anliegende Ringstraße höher
aufgeschüttet wurde, als es die Architekten der Oper im Sinn hatten.
 

wien02kFrau Schellenberg sprach auch über die Architektur der Sozialbauten Wiens,
über vererbliche Pacht von Schrebergartenhäuschen, in denen Übernachtung verboten ist.

Nicht zuletzt erklärte die Vortragende augenfällige Unterschiede von Sarkophagen der
Kaiserlichen Familie und erinnerte an Neuerungen der Wiener Bestattungspraxis und
Friedhofskultur durch Kaiser Joseph II.

 

wien03kUnd wie kam es zum schiefen Kreuz auf der Krone Stefans von Ungarn?

Frau Schellenberg verstand es, die Aufmerksamkeit der Zuhörer mit immer neuen Kuriositäten zu fesseln.
Zur Auflockerung wurden mehrere Wiener Chansons zu Gehör gebracht, natürlich im
dunkelsten Wiener Dialekt. Um den Zuhörern eine Chance zu geben, die Chansontexte
auch zu verstehen, hatte die Referentin für jeden Teilnehmer Textblätter mit einer
verständlichen deutschen Übersetzung vorbereitet, wobei manche, leicht gerührt, schon
meinten, sie seien bei einer Weihnachtsfeier und müssten die Lieder mitsingen.

 

wien04kAll das und noch viel mehr Spritziges, Interessantes und Lustiges konnten die
Zuhörer von unserer Pianistin erfahren an einem unvergesslichen kurzweiligen Nachmittag.

Es war ein Rosenmontag ganz besonderer Art.
Ach ja, und eine selbst gemachte Sachertorte brachte sie auch noch mit,
die natürlich überirdisch gut war.