Berichte 2014

Besuch von Msgr. Peter Lang

2014Nikolaus07kAm Wochenende des Dritten Advents hatte die Gemeinde Besuch aus Bonn. Msgr. Peter Lang ist geschäftsführender Leiter des Deutschen Auslandssekretariates der Deutschen Bischofskonferenz und betreut alle katholischen deutschen Auslandsgemeinden weltweit. Am Samstag besichtigte er unsere Kirche in Antalya. Es schloss sich ein Besuch beim Gründer und langjährigen Pfarrer der Gemeinde, Prälat Korten, an. Am Nachmittag fand ein Gespräch mit Gemeindevertretern in Alanya statt. Auf dem Weg dorthin besichtigte Msgr. Lang den Garten der Toleranz in Belek.

Am Sonntag feierte Msgr. Lang in unserer Kirche in Antalya die Eucharistie zusammen mit Pfr. Paskert und zahlreichen Gläubigen und hielt die Predigt. In seiner Predigt sprach er, ausgehend vom Sonntagsevangelium, die Gemeinde mit der Frage an: Was sagt ihr, wenn ihr gefragt werdet, wer ihr eigentlich seid als christliche Gemeinde hier in Antalya? Die Antwort müsse auch hier, wie im Evangelium, lauten: Es geht nicht in erster Linie um uns, wir stehen nicht im Mittelpunkt, vielmehr geht es um den Glauben an Jesus Christus, es geht darum, uns an ihm zu orientieren, auf seiner Spur zu bleiben und so unser Miteinander zu gestalten. Nach dem Gottesdienst war wieder frohes Beisammensein im Kirchgarten bei Kaffee, Tee und Gebäck. Msgr. Lang nahm hier die Gelegenheit wahr, mit Gemeindemitgliedern ins Gespräch zu kommen.

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Am späten Nachmittag fand ein Treffen mit dem Vorstand aus Antalya statt. Msgr. Lang nahm einen sehr positiven Eindruck von unserer Gemeinde St. Nikolaus in Alanya und Antalya mit, die Gespräche mit den Vorständen waren für beide Seiten interessant und informativ.

Dies war der erste Besuch von Msgr. Lang in Antalya und Alanya. Endlich konnte er sich ein konkretes Bild von der Gemeinde St. Nikolaus machen. Das Katholische Auslandssekretariat unterstützt die Gemeinde seit ihrer Gründung und übernimmt laufende Kosten (Miete für das Kirchengebäude sowie zusätzliche Zuwendungen für die Gemeindearbeit und die Gehaltskosten für den katholischen Seelsorger in St. Nikolaus). Am Montag reiste Msgr. Lang nach Bonn zurück. Die Gemeinde dankt ihm für seinen Besuch, und dem Katholischen Auslandssekretariat für alle Hilfe und Unterstützung.

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10 Jahre Kirchenverein und Kirche St. Nikolaus, Antalya


Festakt am 6. Dezember 2014

Begrüßung durch Pfarrer Ludger Paskert

paskertkHerzlich begrüße ich Sie alle, sehr geehrte Damen und Herren, zu unserem Jubiläum „Zehn Jahre St. Nikolaus, Antalya", hier in unserer Kirche.

Ich begrüße den Stellvertreter des Oberbürgermeisters Menderez Türel, Herrn Generalsekretär Ibrahim Evrim. Den Bürgermeister von Muratpasa, Herrn Ümit Uysal.

Ich freue mich, den Leiter des Konsulats der Bundesrepublik Deutschland Antalya, Herrn Konsul Vetter zu begrüßen.

Ich begrüße die Pastoren und Priester der christlichen Gemeinden in Antalya. Fr. James, Father Eldat, Vater Michail von der orhtodoxen Gemeinde.

Herzlich heiße ich die Vertreter der Vereine und Gruppen willkommen (deutsch-türkischer Verein, Akdim...)

Mein herzliches Willkommen gilt allen Mitgliedern unseres Kirchenvereins und allen Gemeindemitgliedern aus Alanya! und Antalya.

redek Ganz besonders freuen wir uns, heute als Festredner den Gründer dieser Gemeinde in unserer Mitte zu haben, der über elf Jahre als guter Hirte für die Christen hier vor Ort und aus nah und fern seinen Dienst versehen hat, Herrn Prälat Monsignore Rainer Korten.

Ich begrüße meinen Mitbruder aus der evangelischen Kirche, Herrn Diakon Karl-Heinz Pastoors, die Mitglieder des Vorstands und ihre Vertreter, des Aufsichtsrates und ihre Vertreter, das Büchereiteam, welches mittlerweise auf eine neunjährige erfolgreicheTätigkeit zurückblicken kann, den juristischen Berater, Herrn Rechtsanwalt Bilal Kalayci sowie die Nachbarn unserer Kirche und die Vertreter der Presse.

Ich freue mich, an diesem besonderen Tag Sie, liebe Barbara, begrüßen zu können. Sie werden uns mit Ihrer Musik durch diese Feierstunde begleiten. Ihrem ehrenamtlichen Dienst verdankt die ganze Gemeinde sehr viel. Denn Sie begleiten den liturgischen Gesang bei den Gottesdiensten und tragen mit Ihrer Musik zur Festlichkeit der Gottesdienste bei. Und dies von Anfang an ehrenamtlich! Wie oft gelingt es Ihnen dabei, uns mit musikalischen Überraschungen zu einem freudigen Schmunzeln zu bewegen!

paskertgiselakIch begrüße Frau Gisela Schlenker, die uns heute mit einer Diashow zu den Anfängen dieser Gemeinde zurückversetzt und an markante Ereignisse der vergangenen zehn Jahre erinnert.

Herzlichen Dank, liebe Frau Schlenker, für Ihre Arbeit, die Sie von Anfang an für den Verein und die Gemeinde geleistet haben. Sie waren 10 Jahre im Vorstand tätig, sorgten für den Blumenschmuck und den Garten, haben Sonntag für Sonntag maßgeblich bei der Vorbereitung des Kirchenraums und -Gartens mitgewirkt, bauten den Internetauftritt der Gemeinde auf und pflegten ihn, erledigten die Buchführung und vieles andere mehr. Wenn Sie auch nicht mehr für die Wahl in den Vorstand zur Verfügung standen, so tat dies Ihrer Liebe zur Gemeinde und Ihrem Engagement für die Kirche St. Nikolaus keinen Abbruch, kürzlich noch wieder erfahrbar bei der Vorbereitung unseres Jubiläums und: durch Ihren unermüdlichen Einsatz bei der Hilfsaktion für Syrische Flüchtlinge an der Türkisch-Syrischen Grenze. In diesem Zusammenhang ist auch Ihrem Mann zu danken, der Ihnen bei allem Einsatz zur Seite stand und steht. Für alle Arbeit, aber nicht minder für alle Freundlichkeit und Geduld und Ihr sympathisches gewinnendes Naturell sind wir dankbar. Deshalb möchte ich Ihnen ein kleines Präsent überreichen.

Zehn Jahre St. Nikolaus Kirche Antalya, das ist ein Grund zum Feiern. Freuen wir uns über das bedenkenswerte Ereignis, welches wir heute in Erinnerung rufen: Mit Hilfe von Politikern und Behörden dieses Landes, in welchem wir gern als Gäste leben, und mit kluger Beharrlichkeit der Gründungsinitiatoren, hier sind der damalige Konsul Gerwinat und Pfarrer Korten zu nennen, wurde hier für eine christliche Gemeinde ein Rechtsstatus geschaffen, welcher auf der soliden Basis des türkischen Rechts steht. Das ist ein Zeichen echter Freundschaft und Anerkennung. Dafür sind wir alle dankbar. Professsor Dr. Hüseyin Bagci von der Middle East Technical University Ankara sagte mir, die Gründung des Kirchenvereins sei ein Meilenstein in Sachen Anerkennung christlicher Gemeinden in der Türkei gewesen.

Wir freuen uns, hier in dieser geliebten Stadt Antalya wie in Alanya als deutsche christliche Gemeinde leben zu können. Immer sind wir bedacht auf ein gutes Miteinander, besonders mit den geliebten und geschätzten Muslimen und ihren Gemeinden.

pianokUnsere Dankbarkeit gilt aber vor allem Gott, der dieser Gemeinde eine segensreiche Zeit geschenkt hat und sie weiterhin mit seinem Segen begleiten möge.

Darum beten wir:
Allmächtiger Gott,
du hast gewollt, dass dein Volk Kirche heiße,
denn wir sind das Haus,
in dem deine Herrlichkeit wohnt.
Gib, dass die Gläubigen,
die sich hier in der Kirche St. Nikolaus, Antalya, in deinem Namen versammeln,
dich ehren, dich lieben und auf dein Wort hören,
damit sie in der Kraft deines Geistes reich werden an guten Früchten
und einst das ewige Erbe erlangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Großer Gott, wir loben dich...

Festansprache vom Gründungspfarrer Prälat Rainer Korten

kortenkSehr verehrte, liebe Gäste, liebe Mitglieder der Gemeinde St. Nikolaus aus Antalya und Alanya

Schön, Sie alle wiederzusehen!

Ein wortgewaltiger Festtagsredner bin ich nicht, und deshalb erlaube ich mir die Freiheit, anstatt mit blumigen Hymnen mit einer nachdenklichen Geschichte zu beginnen.

Ein vom Äußeren her streng wirkender Sufi erschien vor den Toren des Palastes. Niemand wagte ihn aufzuhalten, als er geradewegs auf den Thron zuschritt, den Ibrahim ben Adam innehatte.

„Was wünscht Du“, fragte der König. „Einen Platz, um in der Karawanserei zu schlafen.“ „ Das ist hier keine Karawanserei, das ist mein Palast.“ „Darf ich fragen, wem dieser Ort vor euch gehörte?“ „Meinem Vater, der ist tot.“ „Und wem gehörte er vor diesem?“ „Meinem Großvater, der ist auch tot.“

„Und dieser Ort, den Menschen nur eine kurze Weile bewohnen und dann weiterziehen- sagtet ihr wirklich- er sei keine Karawanserei.“

uebergabekDiese Geschichte gibt die Antwort auf die Frage: was wolltet ihr vor 11 Jahren, als ihr das Ansinnen stelltet, in Antalya und Alanya für die vielen deutschsprachigen Dauerresidenten und Touristen eine christliche Kirche zu eröffnen. Die Antwort: wir hatten Appetit, einem Elementarbedürfnis nachzukommen, das jedem Menschen auf dieser Erde zusteht. Wir wollten einen Ort finden- einer Karawanserei ähnlich- damit wir nicht vergessen, dass wir nur vorübergehend Bürger dieser Erde sind und dann weiterziehen. Wir wollten einen Ort haben, der uns trotz, Sonne Meer, Berge und vielen türk. Annehmlichkeiten immer erinnert, nicht lebensfremd zu werden, als farblose Partygänger über diese Welt zu gehen, uns selbst zu betrügen,- als seien wir nicht unterwegs, sondern könnten uns irgendwo für immer festsetzen. Deshalb haben wir das Menschenrecht erbeten, hier eine kleine Kirche- sprich Karawanserei- einzurichten, so wie in Deutschland die vielen Menschen islamischen Glaubens das Recht haben, ihre Orte (Moscheen) zu haben, damit auch sie die Chance haben, dem Leben mehr Qualität zu geben, als nur zu arbeiten, zu essen und zu trinken. Denn am erbärmlichsten ist es, nicht zu wissen, woher man kommt, und wohin man geht. Das ist die gemeinsame humane Basis, wenn Menschen nicht nur nach den äußeren Lebensmitteln suchen, sondern nach einer Lebensmitte. Wenn wir unser gemeinsames Ziel kennen, brauchen wir bei aller Verschiedenheit der Wege keine Angst zu haben, aneinander zu geraten, im Gegenteil, dann bringen wir einander Respekt, Neugierde und Hochachtung in reichem Maße entgegen.

Das ist meine persönliche Bilanz, und da weiß ich mich mit vielen Gemeindemitgliedern einig nach 11 Jahren Antalya und Alanya: wer ver-inner-licht hat, -und Verinnerlichung ist die Frucht jeder Religion- wer also realistischer Weise verinnerlicht hat, dass unser Dasein ein unterwegs-sein ist, dass Kirchen und Moscheen unsere notwendigen geistigen Karawansereien sind, dem fällt die Fähigkeit fast automatisch zu, voneinander zu lernen und offen genug zu sein, miteinander in Frieden und Hochachtung zu leben.

paskertuysalkWenn wir heute offiziell auf 10 Jahre aus diesem Blickwinkel zurückschauen, können wir dankbar sagen: wir sind als deutschsprachige Gemeinde von Christen und Christinnen in Antalya und Alanya angenommen worden, konnten hier unbeschwert und ohne irgendeine Gefahr in unserem Kirchlein zusammenkommen, haben viel Wohlwollen von unseren direkten Nachbarn gespürt, konnten besonders in der ersten Zeit mit Hilfe von AKDIM auch etwas hinter die Kulissen türkischen Alltaglebens schauen und auch unsererseits etwas zurückgeben, nämlich den vielen Besuchern nicht nur aus Deutschland, sondern aus zahlreichen Ländern -von Korea bis Amerika waren uns Menschen besuchen- unser Gästebuch berichtet davon-,von unseren Erfahrungen erzählen, als kleine Minderheit von Christen in einer großen Mehrheit von Muslimen zu leben. Das geht!!

Erlauben Sie mir die kleine Eitelkeit, besonders die vielen deutschen und internationalen Reisegruppen (jährlich ca. 40) zu erwähnen, die in die Türkei kamen, um die reichen kulturellen Schätze zu bestaunen und die meistens ihre Reise wegen des Flughafens in Antalya beendeten. Ich konnte viel über die reichen menschlichen Schätze berichten, besonders den Schatz der vielen Kinder und Jugendlichen, und damit auch manchem deutschen Vor-urteil den Stachel ziehen, denn deutsche Medien befleißigen sich gern, den Splitter im Auge der Türkei zu suchen, ohne den Balken im deutschen Auge wahrzunehmen.

uysalk(In diese Sinne könnte man aus dem Garten der Toleranz in Belek-Kadriye noch viel mehr machen. Dort stehen Moschee, Kirche und Synagoge unmittelbar einträchtig beieinander, aber eben nur als stumme Bauten. Es fehlen die Menschen, die den zahlreichen Touristen, die dort eine kurze Station einlegen, von unseren Erfahrungen erzählen und sie ermuntern, zu Hause auszuprobieren, dass es geht: zusammenzuleben, trotz verschiedener Kulturen, trotz verschiedener Religionen, trotz verschiedener Gebräuche und Eigenheiten

Verehrte Gäste, liebe Gemeindemitglieder

Vor 11 Jahren hatten wir mit dem ersten inoffiziellen Gottesdienst in Alanya begonnen, im letzten Jahr mit einem schönen Konzert daran erinnert, heute erinnern wir uns des ersten Gottesdienstes am 1. Advent 2004 hier in unserem Nikolaus-Kirchlein, nachdem wir zuvor seitens der türkischen Behörden anerkannt wurden. Das war die eine Anerkennung, schnell haben wir die andere Anerkennung durch die Menschen erleben dürfen: wir hatten technische Probleme, weil in dem ehemaligen Internetcafé, was heute unsere Kirche ist, 4 Stromzähler waren, und wir gar nicht wussten, wo der Strom blieb. Junge Arbeiter des Elektrizitätswerkes kamen, und gingen, es kamen andere, das Problem bestand weiter, Monate!! Nach eindringlicher Bitte kam dann ein Chef des Werkes und nach wenigen Minuten hieß es-„ problem yok“. Und dieser Chef schrieb in unser Gästebuch diesen Text: die Arbeiter der Kirche und die Arbeiter des E-Werkes haben sich viele Male getroffen, um ein Problem zu lösen und sind Freude geworden. Jetzt ist das Problem gelöst, es lebe die türkisch/deutsche Freundschaft. Dieser Grundtenor hat uns durch das Jahrzehnt als christliche Gemeinde oftmals begleitet.

paskertvetterkSo ist es mir ein aufrichtiges Bedürfnis, der Türkei, den Städten Antalya und Alanya zu danken, dass sie vielen deutschen Landsleuten und Gästen die Möglichkeit eröffnet haben, hier ein qualitativ anspruchsvolles Leben zu führen wobei ja die Türkei-so glaube und hoffe ich- mit den deutschen Residenten und Touristen auch nicht schlecht gefahren ist. Danken möchte ich aber auch den Gründungsvätern Herrn Konsul a.D. Manfred Gerwinat, der heute geistiger Weise in unserer Mitte ist, Herrn Rechtanwalt Bilal Kalayci und Herrn Architekten Klaus Besirsky, aber auch allen, die von der ersten Stunde an diese Gemeinden getragen haben. Das Zusammenspiel und das herausragende Engagement Einzelner lässt uns nach 10 Jahren dankbar feststellen: was zunächst als Experiment galt, ist mit Hilfe Gottes und vieler Tatkräftiger geglückt. Das sollte aber auch an solch einem Tag bedacht werden, weil es Lebenserfahrung ist: was in langer Zeit unter manchen Mühen aufgebaut wurde, kann in kurzer Zeit auch wieder zerstört werden. Die Ein-geweihten erinnern sich an die Geschichte, mit der wir vor 10 Jahren begonnen haben, von der Rettungsstation, die zum Clubhaus mutierte. Clubs gibt es zahlreich in Antalya, eine Kirche gibt es nur einmal.

salmankIch wünsche ein weiteres angenehmes und frohes Beisammensein in zugegebenermaßen engen Räumlichkeiten, heute am Fest des Hl. Nikolaus.

 

 

 

 

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Grußworte des ehem. Honorarkonsuls der Bundesrepublik Deutschland, Manfred Gerwinat und seiner Frau Hildegard Gerwinat

 

 

 

 

 

zum Vergrößern bitte anklickenbuffetk

 

 

 
 
 
 
 

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Erfahrungen aus einer Kleidersammlung

19.11.14

Die Organisatorin der Spendenaktion war die Isam Pferderanch in Fethiye, welche auch die Hilfsgüter, begleitet von Freiwilligen, in den syrischen Flüchtlingslagern verteilen. Die Hilfsaktion wurde ebenfalls von unserer Schwestergemeinde in Alanya unterstützt, so dass wir in Antalya zur ersten Anfahrtsstelle wurden und da wir am Stadtrand von Antalya, einem direkter Weg von Fethiye nach Alanya, wohnen an, bot es sich an alles bei uns zu deponieren.

Es war wohl kaum zu ahnen was da auf mich zukam. Ich stellte mir alles etwas einfacher vor. Eine klare Organisation sollte den freiwilligen Helfern die weitere Arbeit erleichtern, aber man muss vorher wissen wie der Ablauf aussieht.

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Die Spenden wurden nach Damen-, Herren- Kinderbekleidung sortiert und alles sollte in stabile Kunststoffsäcken verpackt werden. Ein Beipackzettel musste sichtbar und in türkischer Sprache den Inhalt auflisten z.B. Damen, 20 Pullover, 30 T-Shirts. Alle Säcke und Verpackungen mussten nummeriert werden und dann eine Spendenliste nach Gruppen erstellt werden. Dazu gehören auch Schuhe, Handtücher, Bettzeug, Wolldecken etc., die Liste ging dann per Mail an die Hilfsorganisation .Die Hilfsgüter wurden in Diyarbakır bei einer christlıchen Gemeinde gelagert und von dort aus gezielt verteilt. Die Übergabe der Spenden wurde von Duran Yıldız, dem Organisator mit Datum, Uhrzeit und Unterschrift bestätigt, ganz nach Vorschrift, wie er sagte. Soweit der vorgegebene Ablauf.

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Nun ging es an das Sortieren. Kurze Höschen und Röcke, Bikinis und Sommerkleidung sortierte ich selbst, diese wurden später einer Hilfsorganisation in Antalya übergeben. Schmutzige und zerknitternde Wäsche landete zuerst in der Waschmaschine. Im Allgemeinen waren die Spenden in einem sehr guten Zustand und wir konnten Sie mit gutem Gewissen an die Hilfsbedürftigen weitergeben.

Kurzfristig wurde mir dann mitgeteilt, dass alle Textilien in Kunststoffsäcke verpackt werden müssten. Sorge bereitete mir und der Schwestergemeinde in Alanya das Besorgen der passenden Säcke. Aber auf dem Freitagsmarkt wurden wir fündig und konnten am Samstag bei einem freundlichen Gemüsehändler fast 100 schmutzige Zwiebel- und Kartoffelsäcke abholen. Die mussten nun jedoch von heute auf morgen gewaschen und getrocknet werden, denn sonntags sollten 50 Säcke nach Alanya gehen. So stöhnten die Waschmaschine und ich im Gleichklang, denn parallel zu ihr wusch ich auch in unserer Dusche weitere Säcke. Aber wir beide haben es gut überstanden und unsere Wohnung war für eine Nacht in Kunststoff gehüllt.

Wie die Bilder zeigen ist unsere Wohnung zwischenzeitlich zu einem Textillager geworden. Die Helfer saßen schon in ihren Startlöchern und so waren mir Conni, Karin, Erika, Ernst und unser Pfarrer Paskert eine sehr große Hilfe beim Verpacken der vielen Hilfsgüter. Zur Stärkung gab es einen selbstgekochten Linseneintopf.

Am 8. November wurden die Spenden dann von Herrn Yıldız persönlich abgeholt. Ganze 5 Kubikmeter Kleiderspenden wurden in einen Kleintransporter geladen und an der großen Durchfahrtsstraße in den großen LKW Richtung Osten umgeladen. Das Verladen erledigten ein paar kräftige Männer, während ich einen Imbiss vorbereitete.
Besonders beeindruckte mich als Herr Yıldız Gott um den Segen für die Spender und für die St. Nikolaus-Gemeinde in Antalya und Alanya bat und ein herzliches Dankeschön und ein „Vergelts Gott“ an alle Spender ausrichten lies.

2014spendendurankDas lässt doch all die Mühe gerne vergessen.


Gisela Schlenker

Ausflug nach Rhodiapolis

04.10.2014

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Mit dem Minibus kamen wir über holprige Straßen erleichtert
auf dem Grabungshügel Rhodiapolis an.
Die Nekropole
 
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Marmorfragmente Mosaik in der Basilika
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Eine glückliche Conny genießt die Aussicht ... ...auf das Mausoleum von Opramoas über Kumluca bis zum Meer.

Ausflug in die Berge

06.08.2014

Die St. Nikolaus-Gemeinde entfloh für einen Tag der Sommerhitze in Antalya
 und unternahm eine Tagesfahrt. Die Tour führte von Hurma Richtung Altinyaka
durch die wildromantische Bergwelt des Taurusgebirges.

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Bei Gedelme wurden die Ruinen einer alten Festung besichtigt.

Die jahrhundertalten Platanen beeindruckten die Teilnehmer;
 Nicht nur ihre Größe, auch der Umfang versetzte sie ins Staunen.

Weiter ging es zu einer antiken römischen Brücke,
 zu einem sehr schönen im Wald gelegenen Restaurant.
Dort genoss man in der herrlichen Natur köstliche fangfrische Forellen.

Ein solcher Ausflug bietet auch Gelegenheit Land und Leute kennenzulernen.
 Alle waren sich einig: Das war ein wunderschöner Tag!

Bericht von Walli K.

Fotos von Walli und Vedat